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Susanne Sander: Professionalisierung des 3. Sektors

Die Politologin Susanne Sander (geb. 1962) ist stellvertretende Leiterin des Deutschen Instituts für Community Organizing (DICO) an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlinund begleitet als hauptamtliche Organizerin die Bürgerplattform WIN-Wir in Neukölln.
Im Projekt „Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch Professionalisierung des 3. Sektors in Berlin“ möchte Susanne Sander anhand der Kriterien Unabhängigkeit, Organisation und Inklusion einen Beitrag zur Entwicklung und Professionalisierung des 3. Sektors leisten. Der 3. Sektor soll darin gestärkt werden, als klares Gegenüber und Impulsgeber für die Politik und Wirtschaft agieren zu können.

Dabei baut sie auf ihre Arbeit mit Berliner Bürgerplattformen auf. Diese Organisationen sind unabhängige Zusammenschlüsse von fast 70 heterogenen Gruppen (keine Einzelpersonen) unterschiedlicher Nationalitäten und Religionen (Christen, Muslime, darunter Schiiten, Sunniten) aus drei Berliner Bezirken. Die Bürgerplattformen verständigten sich vor den Wahlen in Berlin 2016 untereinander, welche Themen sie in der neuen Legislaturperiode voranbringen möchten, um im Wahlkampf dazu verbindliche Aussagen von den Bürgermeisterkandidaten zu erhalten. Sie stehen nun vor dem Schritt, diese als Zusagen einzuholen. Dazu möchte Susanne Sander ein Team aus Vertreter*innen der drei Bürgerplattformen zusammenstellen und coachen, um politisch strategisch agieren zu können und um auszuloten, welche konkreten inhaltlichen Weichen vorangebracht und die Ergebnisse in die Plattformen zurückgetragen werden können. Es sollen darüber hinaus ein bis drei öffentliche Aktionen mit Entscheidungsträgern stattfinden, um ihre Zusagen abzusichern.