Kommt, wir bauen ein Haus der Begegnung!

Mariel SousaZukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts Hinterlasse einen Kommentar

Warum hält sich das negative Bild von Geflüchteten? Dafür mag es viele Gründe geben, aber einer sticht heraus: Weil sie in Unterkünften passiv verwaltet werden, und kaum die Gelegenheit haben, sich einzubringen.

Unser Kollegiat Stefan Mekiffer hat während der letzten Monate in der Nordhessischen Gemeinschaftsunterkunft Gasterfeld Bedürfnisse und Fähigkeiten der Geflüchteten untersucht. Das Ergebnis: In der größten Unterkunft des
Landkreises fehlen Gemeinschaftsräume, in denen sich die BewohnerInnen treffen und begegnen können.
Gleichzeitig haben die BewohnerInnen alle Fertigkeiten die es braucht, um diese zu gestalten.

Um dem abzuhelfen, startet Stefan Mekiffer unter dem Titel „Refugee Open Cities“ (ROC) vom 14-18. August 2018 ein Baucamp mit Teams aus Geflüchteten und Freiwilligen, begleitet von Profis aus der Region. Gemeinsam werden so Gemeinschaftsräume für Frauen, Männer und Kinder renoviert, eingerichtet und feierlich eröffnet. So soll über gemeinsame Arbeit Begegnung mit AnwohnerInnen und Geflüchteten geschaffen werden.

„Viele der Geflüchteten bringen so viele Talente, Fertigkeiten und Gestaltungswillen mit, und die wollen wir ins rechte Licht rücken“, erklärt Stefan Mekiffer, Initiator des Projekts. Hussam Eldin, syrischer Innenarchitekt und ehemaliger Bewohner der Anlage ergänzt: „Es ist großartig, als Geflüchteter auch anderen helfen zu können, auf eigenen Füßen zu stehen. Das ist der denkbar beste Beitrag, den Architektur leisten kann“.

Das Projekt ist noch offen für Freiwillige, die für mindestens zwei volle Tage mitmachen möchten. Um Anmeldung zur
Teilnahme wird gebeten per Mail an stefan@rocteam.de.

 

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