Zur Diskussionsrunde Alltag Integration

Mariel SousaZukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts Hinterlasse einen Kommentar

Die Gegner*innen der Integration

Am 4. September fand die dritte Veranstaltung der Themenreihe Alltag Integration: Akteure vor Ort im Zagreus Projekt, Berlin statt. Zusammen mit Akteuren aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Medien, Politik und Wirtschaft diskutierten wir über  “die Gegner und Gegnerinnen der Integration“. Wie begegnen Kommunen, engagierte Bürger*innen und Geflüchtete Ressentiments, Rechtsradikalismus und struktureller Diskriminierung? Welche Herausforderungen beeinflusst die Arbeit von NGOs und Kommunen? Wie gefährlich sind Ressentiments gegenüber Geflüchteten für unsere Gesellschaft?

In zwei kurzen Impulsvorträgen stellten zuerst Dr. Liane Bednarz, Publizistin und Juristin, und anschließend Tahera Ameer von der Aktion Schutzschild [Amadeu Antonio Stiftung], ihre Erfahrungen aus Praxis und Journalismus zu Widerständen gegenüber der Integration von Geflüchteten zur Debatte. Frau Dr. Bednarz thematisierte die Rhetorik der neuen Rechten und zeigte auf, wie die von ihr verwendeten Begrifflichkeiten bereits in den gängigen Diskurs bzw. die „Mitte der Gesellschaft“ Einzug gehalten haben. Ihr Fazit ist, dass vor allem ein guter Dialog notwendig ist, um Personen zu verstehen, die mit dem Programm der AfD oder politisch rechten Szenen sympathisieren. Tahera Ameer arbeitet hauptsächlich in Mecklenburg Vorpommern. Sie berichtete über konkrete Übergriffe an Geflüchtete und ihrer Erfahrung mit den Behörden vor Ort.

Dr. Liane Bednarz über die neue Rechte in Deutschland und ihre Aneignungsstrategien: 

Tahera Ameer über Minderheitenmeinungen im Mainstream:

In diesem Jahr veranstaltete das Hertie-Innovationskolleg zusammen mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) drei Diskussionsrunden zum Thema Alltag Integration: Akteure vor Ort. Bei einem informellen Dinner wurde mit Akteuren aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik, Stiftungswelt, NGO und Wirtschaft über ausgewählte Aspekte der Migration- und Integrationsdebatte gesprochen. Mit diesem Format wollen wir einen offenen Denkraum schaffen, in dem sich die Teilnehmer austauschen und voneinander lernen können. Unsere Diskussionen nehmen Integration vor Ort in den Blick und thematisieren ihre dynamischen und wechselseitigen Aushandlungsprozesse im Alltag.

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